Wir verkaufen Spirituosen. Für den Zutritt musst du volljährig sein.
Genuss in Maßen. Kenn dein Limit.
Unregelmäßig. Meistens dann, wenn etwas schiefgegangen ist und wir wissen wollen, warum.
Der berühmteste Test der Schwarzbrennerei: eine Probe anzünden. Brennt sie blau, ist sie sauber. Das Problem daran ist, dass Methanol genauso blau brennt wie Ethanol. Der Test findet Blei aus gelöteten Autokühlern, aber nicht das, woran Leute tatsächlich erblindet sind. Wir messen stattdessen. Vorlauf raus, Analyse, Freigabe.
Wir nehmen die kleinen, sechs bis acht Zentimeter, mit Warzen und krumm. Die geraden gehen in den Handel, die krummen schmecken gleich und passen besser durch den Glashals. Aus dieser Fuhre werden achthundert Gläser Gurkn Bombz.
Gespräch mit einem Partnerbrenner im Süden. Kleiner Betrieb, sauberes Handwerk, arbeitet mit unseren Schnittpunkten und kommt auf ein Ergebnis, das dem unseren sehr nahe kommt. Wir sehen uns im Herbst noch einmal an, ob daraus etwas wird.
Ein Whisky, der nicht ganz sitzt, kann drei Jahre im Fass verschwinden. Vanillin und Tannin decken zu, was der Brenner falsch gemacht hat, und hinterher lobt es jemand als Charakter. Ungelagert geht das nicht. Im Glas steht genau das, was am Schnitt entschieden wurde.
Zwischen Blase und Kühler stand früher ein zweites Fass, halb gefüllt mit dem Rest des letzten Brands. Der heiße Dampf, der hindurchging, destillierte ein zweites Mal. Zwei Durchgänge in einem Aufbau, ohne den Kessel zweimal anzuheizen. So baut, wer nachts arbeitet und Holz sparen muss. Wir brennen heute zweimal getrennt. Bequemer, nicht klüger.